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Konferenz „Potentiale der russischen Regionen“

Mitte September in Moskau

Bei der Veranstaltung des Deutsch-Russischen Forums e.V. und der Deutsch-Russischen Aussenhandelskammer Mitte September im Baltschug Kempinski trafen 40 ehemalige Stipendiaten von deutschen Austausch- und Foerderprogrammen aus allen Regionen Russlands mit etwa 100 Experten im Bereich der Entwicklung Deutsch-Russischer Beziehungen und deutschen Unternehmern zusammen. „Die Regionen Russlands spielen immer wieder eine Rolle in der Entwicklung der Geschaeftsbeziehungen zwischen unseren Laendern“, so der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der RF, Dr. Walter Juergen Schmid, in seinem Grusswort. „Wir werden die Zusammenarbeit weiter intensivieren“.

Deutsche Unternehmen nehmen mittlerweile bei ihrem Engagement in den russischen Regionen eine Spitzenrolle ein und werden auch in Zukunft neue Maerkte in den Regionen erschliessen. Der Landwirtschaftssektor und die Baubranche stellen neben traditionell starken Zweigen wie dem Maschinenbau die Haupttaetigkeitsbereiche deutscher Unternehmen in der Russischen Foederation dar. Neben den wirtschaftlichen Kerndaten einer Region spielt aber auch der „Deutschlandfaktor“ vor Ort eine wichtige Rolle. Indikatoren dafuer sind oftmals kulturelle Einrichtungen mit Deutschlandbezug, Bildungseinrichtungen mit Deutsch als Schwerpunkt, bestehende Partnerschaften zwischen Staedten, Verwaltungsstrukturen und nicht zuletzt auch der Aufgeschlossenheit gegenueber Deutschen und Deutschland, die sich in solch kuriosen Details wie einem deutschem Restaurant „Obeschwein“ widerspiegeln koennen. Qualifizierte Arbeitskraefte vor Ort mit Deutsch- und Deutschlanderfahrung – wie die Alumni von „hallo deutschland!“ – sind ebenfalls ein wichtiger Standortfaktor. Daher haben der Deutsche Botschafter Walter Juergen Schmid, Michael Harms von der AHK Moskau und Martin Hoffmann vom Deutsch-Russischen Forum auf die Potenziale des neuen Internetportals Regionen.Ru hingewiesen. Mit seinem uebergreifenden Ansatz liefert es einen guten UEberblick ueber den „Deutschlandfaktor“ aller 83 russischen Regionen und stellt zudem auch den Kontakt zu qualifizierten Alumni in den Regionen her.
Der zweite Tag der Konferenz stand ganz im Zeichen der Projektarbeit mit den Alumni. Die angebotenen Workshops zu den Themen „Existenzgruendung / Young Leader“, Presse- und OEffentlichkeitsarbeit sowie Kulturmanagement waren gut besucht und kamen ebenso gut bei den Alumni an. Erfahrene Seminarleitern mit viel Praxiserfahrung lieferten Antworten auf Fragen wie „was braucht man, um ein eigenes Kulturprojekt zu verwirklichen und wie kann man es finanzieren“, „wie gestaltet die BASF Tochter Wintershall ihre OEffentlichkeitsarbeit in Russland“ oder „welche Huerden gilt es zu ueberwinden, wenn man ein eigenes Unternehmen erfolgreich am Markt platzieren will“. Neben Berichten und Vortraegen der Referenten konnten die Teilnehmer selbst aktiv werden, Ideen entwickeln und ihre Erfahrungen einbringen. Einige der Referenten waren selbst Alumni von „hallo deutschland!“ und sind mittlerweile erfolgreich als Unternehmer, Kulturmittler oder im Bereich PR/OEffentlichkeitsarbeit taetig. Julia Tschubais berichtete ueber die Huerden bei der Etablierung ihres kleinen Unternehmens „Baeckerei Chleboteka“, das sie mittlerweile erfolgreich leitet. Zudem ist sie zusaetzlich noch bei Kraft Foods Russia taetig. Oljesja Beljakowa berichtete ueber ihr junges Bauunternehmen „Moj Dom“ in Naberschye Tschelny und Anne Waeschle von der Moskauer Deutschen Zeitung referierte ueber ihre jahrelangen Erfahrungen in deutschen PR-Agenturen und deren Funktions- und Arbeitsweisen.

Ein Highlight des Tages war ein Empfang in der Russlandzentrale der Firma „Mercedes-Benz“ in Moskau. Bei Sekt und kleinen Haeppchen und vor der Kulisse edler deutscher Fahrzeuge nahm sich der Generaldirektor Juergen Sauer Zeit fuer seine Gaeste und berichtete ueber das wirtschaftliche und soziale Engagement seines Konzerns in Russland. Geduldig gab er Antwort auf zahlreiche Fragen der Alumni und betonte die grosse Bedeutung deutschsprachigen Fachpersonals in Russland fuer Unternehmen wie „Mercedes-Benz“.

Der abschliessende Meinungsaustausch ueber die aktuelle und zukuenftige Ausgestaltung der Alumniarbeit und die Moeglichkeiten von Regionen.Ru und die anschliessende Evaluation der Veranstaltung hat gezeigt, dass sie bei den Teilnehmern durchgehend sehr gut angekommen ist. Jeder hat neues Wissen, neue Kontakte und vielleicht sogar neue Freundschaften mitgenommen und das Internet bietet die Moeglichkeit, den Kontakt und den Dialog miteinander auch ueber die Veranstaltung hinaus weiter zu pflegen.


Eugenia Antipowa
Olesja Beljakowa
Ludmila Goworunowa
Niklas Moehring
Sergej Sabelnikow
(Alumni “hallo deutschland!”)


Fotos von der Veranstaltung finden Sie hier
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