 |
Medienforum 2005
Das Medienforum für russische Journalistenalumni fand vom 17. bis 20. November 2005 an der Staatlichen Universität von St. Petersburg statt und trug den Titel „Russische Medienlandschaft- Zwischen Politik, Markt und öffentlichem Interesse.“ Das Medienforum wird vom „Hallo Deutschland“-Infozentrum des Deutsch Russischen Forums e.V. mit Unterstützung des Auswärtigen Amts organisiert.
|
Auf dem dritten Medienforum trafen sich 28 junge Journalisten, ehemalige Stipendiaten, aus Russland, Belarus und der Ukraine mit erfahrenen Kollegen und Medienmanagern aus Russland und Deutschland, um die zentrale Frage zu erörtern: Wie lässt sich journalistische Unabhängigkeit in Russland finanzieren?
Bereits in der Podiumsdiskussion zur Eröffnung des Medienforums, an der bekannte Journalisten und Medienmanager aus Deutschland und Russland teilnahmen, wurden einige erfolgreiche Wege zur Sicherung der unabhängigen Berichterstattung in Russland aufgezeigt. Das Medienforum hatte außerdem zum Ziel, berufliche Kontakte zwischen den Medienschaffenden aus den vier beteiligten Ländern zu knüpfen, eine öffentliche Reflexion über die alltägliche Arbeitssituation in den russischen Medien zu fördern und das deutsche Engagement in der Aus- und Weiterbildung junger russischer Journalisten zu evaluieren. Außer Vertretern der Staatlichen Universität St. Petersburg, waren Lehrende und Akteure der Universität Dortmund, des Freien Russisch Deutschen Instituts für Publizistik Moskau und des Praktikantenprogramms der Deutschen Welle Bonn an dieser Diskussion beteiligt. Auf der abschließenden Diskussion zum Ende des Medienforums wurde hervorgehoben, welche Bedeutung die Unternehmensführung für die unabhängige Arbeit der Redaktionen hat. Nur wirtschaftlich gesunde Verlage und Unternehmen, können es sich leisten, einschlägigen Angeboten von Seiten der Industrie, der Werbe- und Anzeigenkunden oder der Politik zu widerstehen. Eine wirtschaftliche Unabhängigkeit innerhalb des russischen Mediensystems kann deswegen nur auf ausreichender Erfahrung im Medienmanagement aufbauen. Es wurde von allen Teilnehmern einhellig festgestellt, dass die notwendige Weiter- und Ausbildung auf diesem Gebiet noch nicht die erforderliche Berücksichtigung in Russland findet. Sie ist aber die Grundlage für Investitionen in neue Verlage, für die Gründung neuer Publikationen und dem Ausbau der Vertriebswege und damit der einzige Weg den staatlich nahe stehenden Medienunternehmen ein unabhängiges Gegengewicht zu geben.
Podiumsdiskussion
Wie in den beiden vorhergehenden Medienforen konnte auch in St. Petersburg eine simultan gedolmetschte Podiumsdiskussion zu Beginn des Treffens organisiert werden. Vor dem Hintergrund sich ändernder Vorraussetzungen für die Arbeit in den Medien diskutierten folgende Journalisten:
- Marianna Bakonina, Fernsehsender „Fünfter Kanal“, St. Petersburg - Werner D´Inka, Mitherausgeber der FAZ, Frankfurt am Main - Jurij Purgin, Generaldirektor des Verlagshauses „Altapress“, Barnaul - Inna Sosnova, Zentrum für Internationale Journalistische Zusammenarbeit, St. Petersburg
Moderation: Ina Ruck, ARD Studio Moskau
Ziel der Diskussion war, die zunehmende Einflussnahme aufzuführen und zu diskutieren, der Journalisten in Redaktionen heutzutage in Russland und Deutschland ausgesetzt sind. Trotz umfangreichen politischen und öffentlichen Interessen, drängen hierbei immer mehr die finanziellen Belange in den Vordergrund. Hierauf lag das Hauptaugenmerk der Diskussion. Von großen Medienkonzernen wird die weltweite Vernetzung ihrer Tätigkeiten angestrebt. Ihr Einfluss auf die tägliche Arbeit der Journalisten wird in Deutschland und Russland zunehmen und immer mehr von wirtschaftlichen Interessen geleitet sein. Von großer Bedeutung für die Unabhängigkeit der Berichterstattung ist deswegen, das Zusammenspiel von Redaktionen und Eigentümern zu verstehen.
Arbeit in Workshops
Das Ziel der Arbeit in den Workshops war, drei Petersburger Redaktionen zu besuchen und mit Vertretern russischer Medien die finanzielle Ausstattung ihrer Unternehmen zu besprechen. Folgende Redaktionen öffneten ihre Türen: Radio Svoboda, NTV St. Petersburg und die Lokalzeitung Moj Rajon. Den Gesprächen mit den Teilnehmern stellten sich:
- Jurij Purgin, Gründer und Verlagsdirektor von Altapress, Barnaul - Philipp Georgi, Axel Springer Russia, und - Elena Fjodorova, REN-TV Moskau.
|
|
|
Начаëо -> Hallo Deutschland -> Veranstaltungen ->
|
|
|
| Выбор языка | Sprachauswahl |
|
|

|